Osterpinze

Ostern ist bei uns ein Fest der Familie. Wir genießen die Ferien und freuen uns immer auf den Ostersonntag, wenn es zum Osternestsuchen geht. Draußen oder herinnen, je nach Wetterlage. MissA, mittlerweile fast 16 Jahre, rollt mit den Augen , wenn wir ihr, wie immer, mit „Kalt, kalt…, ganz kalt. Wird schon wärmer, warm, warm, heiß…“ Tipps geben, wo sie ihr Nesterl finden kann. Aber, wie jedes Jahr freut sie sich dann über die Kleinigkeiten, die sie unter einem Strauch , in einer Hecke oder zwischen den Zweigen der Silbertanne findet. Zu finden gab es heuer auch Pinzen. Nicht irgendwelche, nein! Herrlich luftige Pinzen, die einen einzigartigen Duft verströmten. Den Duft der Tonkabohne. Herb, ein wenig eigenwillig, aber sehr vornehm kommt sie daher, die Tonkabohne. Fast so wie ich, meint meine Freundin.

*Osterpinze mit Tonkabohne*
4 mittlere Pinzen

Zutaten:
1/4 l Milch
35 g Germ
80 g Zucker
1/2 Tonkabohne frisch gerieben
1 Ei und 4 Dotter
100 g Butter
500 g Mehl
1 Prise Salz
Schale von 1/2 Bio-Zitrone

2 Dotter zum Bestreichen

Zubereitung:

  • Butter auf kleiner Flamme schmelzen lassen.
  • Die frische Germ in die lauwarme Milch bröseln und verrühren. Den Zucker und die geriebene Tonkabohne dazugeben und nach und nach das Ei und die Dotter einrühren. Zum Schluss mit der geschmolzenen Butter verrühren.
  • Das Mehl mit dem Salz vermischen und mit einem Teigspatel mit den flüssigen Zutaten verrühren. Nun 45 Minuten an einem warmen Ort gehen lassen.
  • Den aufgegangen Teig einmal fest durchrühren.
  • Noch einmal 30 Minuten gehenlassen und das Backrohr schon auf auf 160° vorheizen.
  • Jetzt den Teig nocheinmal zusammenschlagen und vierteln.
  • Jedes Stück rundwirken und auf ein mit Backpapier belegtes Backblech legen. Die zwei Dotter verrühren und mit einem Pinsel gleichmäßig auf die Pinzen verteilen. 15 Minuten ruhen lassen und je dreimal mit der Schere einschneiden.
  • Die Temperatur auf 180° erhöhen und die Pinzen ca. 20 Minuten goldbraun backen. Mit einer Stricknadel die Garprobe machen.

Wer möchte kann in die frisch gebackenen Pinze noch ein Osterei drücken. Die Pinze auf einem Tortengitter auskühlen lassen und dann gleich frisch mit Butter genießen. Das Aroma der Tonkabohne passt perfekt zu meiner Orangenmarmelade, die ich nach der Anleitung von Katharina Seiser vom wunderschönen Blog ESSKULTUR gemacht habe.

Auch wenn Ostern nun schon vorbei ist. Dieses Pinzenrezept schmeckt immer, egal ob als Frühstück oder als Jause. Vielleicht ja auch als Striezel!
Und wenn du Tonkabohnen magst, dann wirst du auch von meinem Tonkabohnen-Eis begeistert sein.

 

 

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Comments

Anonym

War jahrelang, erfolglos, auf der Suche nach DEM Pinzenrezept und habe es nun hier gefunden – Danke ? Stefanie