Marillen-Chutney auf Schweinefilet nach Niedertemperatur-Methode

Rezept für ein Schweinefilet nach Niedergartemperatur-Methode mit Marillen-Chutney

 

Bei uns wird Schweinefleisch nur selten gegessen. Das liegt wohl daran, dass ich hier in der Nähe noch keinen bäuerlichen Betrieb gefunden habe, der Biofleisch produziert und ab Hof verkauft. Aber da so ein Schweinefilet nach Niedertemperatur-Methode gegart sowas von entspannt, wenn man für Gäste kocht, stand es bei unserer letzten Einladung als Vorspeise auf dem Plan. Und weil ich aus dem Waldviertel die letzten reifen Marillen mitgebracht habe, gabs dazu ein herrliches lauwarmes Marillen-Chutney.
Schweinefilet – Niedertemperatur
als Vorspeise für 6 Personen
Zutaten:
ein Schweinefilet (geputzt) ca. 600g
etwas Olivenöl zum Abbraten
Marinade:
4 EL Olivenöl
2 EL Aceto Balsamico
2 TL schwarze Pfefferkörner
1 TL Kubebenpfeffer
1 TL roter Pfeffer
1 großes Stück Langer Pfeffer
Zubereitung:
  • Alle Pfeffersorten in einem Mörser grob zerstoßen.
  • Den Pfeffer mit Olivenöl und Aceto Balsamico in einen Ziplock-Beutel geben und gut vermischen.
  • Das Filet im Ganzen in den Beutel dazugeben und verschließen. Nun solanger „herumkneten“, bis das Filet gut mit der Marinade umgeben ist. Am besten über Nacht im Kühlschrank durchziehen lassen. Wenn es schnell gehen soll, reichen auch 2 Stunden.
  • Das Filet in einer Pfanne scharf abbraten und bei 80° ins Backrohr geben. Nun mit einem Fleischthermometer versehen und so lange im Rohr lassen bis die gewünschte Kerntemperatur 57° erreicht ist.
  • Kerntemperatur für Schweinefilet rosa: 57°
    Im Normalfall dauert das ca. 1,5 Stunden bei einem Filet mit ca. 600g.
  • Kerntemperatur für Schweinefilet vollgar: 65°
  • Das Filet aus dem Rohr nehmen und mit Alufolie abgedeckt noch etwa 10 Minten rasten lassen und in dünne Scheiben schneiden. Mann kann das Filet auch kalt servieren.
Marillen-Chutney
nach einem Rezept aus Servus – Gute Küche
Zutaten:
2 süße Zwiebel (französische Sorte, sehr mild, fast süß im Geschmack)
1 EL Butterschmalz
1 roter Paprika
7 reife Marillen, aber nicht zu weich
1 EL Marillenmarmelade
1 Schuss milder Weißweinessig
Salz und Pfeffer zum Abschmecken
Zubereitung:
  • Paprika putzen und in Streifen schneiden.
  • Zwiebel halbieren und in sehr feine Scheiben schneiden und in Butterschmalz unter ständigem Rühren anschwitzen, sodass er Farbe erhält. Nach etwa 5 Minuten die Temperatur reduzieren und die Paprikastreifen dazugeben. So lange dahinbraten lassen, bis Zwiebel und Paprika weich sind. Dabei immer wieder umrühren.
  • In der Zwischenzeit die Marillen waschen und in schmale Spalten schneiden und zu den weichen Zwiebeln und dem Paprika geben. Kurz mitbraten, aber aufpassen, dass die Marillen nicht zerkochen. Mit Marillenmarmelade, Essig, Salz und Pfeffer abschmecken und noch warm mit dem Schweinefilet servieren.
Ich habe von diesem wunderbaren sommerlichen Chutney dann gleich noch einmal die doppelte Menge gemacht und heiß in Rex-Gläser abgefüllt. So kann ich mir jederzeit den Sommer zurückholen, was ja bei der heurigen Wetterlage keine schlechte Idee ist. Übrigens, das Marillen-Chutney schmeckt auch ganz vorzüglich zu Käse.
Mein Favorit? Gebackener Camenbert, frisch aus dem Rohr. Oh Gott, das Leben kann so schön sein.

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.