KitchenTalk mit Ursula Wölfl

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Willkommen beim KitchenTalk – der neuen Kolumne auf meinem Blog. Dazu lade ich mir in regelmäßigen Abständen interessante Gäste virtuell zum Plaudern ein. Lange habe ich daran gefeilt und endlich ist es soweit. Der erste KitchenTalk mit Ursula Wölfl, meiner Personal Trainerin, geht online.

Der Frühling ist da. Spätestens jetzt denken viele an ihre Bikinifigur.  Und so steht auf so mancher ToDo- Liste mehr Sport machen und/oder ein paar Kilos abnehmen.  Darum habe ich bei Ursula Wölfl nachgefragt, wie das so ist, mit den Vorsätzen und Zielen auf dem Weg zur Bikinifigur. Dabei habe ich Tipps bekommen, wie man motiviert bleibt und was man tun kan, wenn es stressig ist und man wenig Zeit fürs Training hat.

KitchenTalk mit Ursula Wölfl

Ursula Wölfl ist Personal Trainerin in Wien. Sie bietet Personal Training 1:1 aber auch Training mit dem Partner bzw. der Partnerin oder in Kleingruppen von bis zu 5 Personen an.
Gearbeitet wird hauptsächlich mit dem eigenen Körpergewicht. Kleingeräte wie z.B. Therabänder, Hanteln oder Pilatesbälle können auch zum Einsatz kommen. Weitere Informationen zu ihren Schwerpunkten findest du auf Ihrer Seite Freude an Bewegung.

1. Hallo Ursula, jetzt vor dem Sommer wollen viele an ihrer Bikinifigur arbeiten. Sie haben den Vorsatz gefasst mehr Sport zu machen. Etliche halten nicht lange durch. Welche Ziele sind realistisch?

​Wichtig ist, sich am Anfang nicht zu viel vorzunehmen sonst geht bald die Motivation verloren. Das Ziel sollte nach dem SMART-System definiert sein. Das heißt: spezifisch, messbar, attraktiv, realistisch und terminiert – und ganz wichtig ist die positive Formulierung. Wenn man Gewicht verlieren möchte kann ein Ziel beispielsweise so aussehen: „Ich möchte 5 Kilo in 10 Wochen mit je 3 Einheiten Krafttraining abnehmen“.
Die SMART-Regel kommt aus dem Projektmanagement und ich finde das insofern passend weil „das beste Projekt an dem du arbeitest bist du selbst“.

​2. ​Hast du Tipps, wie man seine Vorsätze leichter einhalten kann und motiviert bleibt?

​Ganz wichtig ist die Art der Motivation, warum man mehr Sport machen möchte. Ist der Hintergrund der, dass man sich wohler fühlen, besser schlafen oder für sich selbst besser aussehen möchte ist das schon viel wert. Schwieriger wird es, wenn der Motivationsfaktor zB der ist, dass der Partner/die Partnerin meint, man sollte abnehmen – das ist keine Motivation, die intrinsisch ist – sprich „von innen kommt“ – und das erschwert das Unterfangen.
Wie vorhin schon erwähnt, ist es auch wichtig, sich die Ziele gerade am Anfang nicht zu hoch zu stecken. Der Sprung von gar keinem Sport auf zB 5 Einheiten die Woche ist groß und meist kaum durchhaltbar. Besser ist es, mit 2-3 Einheiten zu starten und das auch konsequent über mehrere Wochen durchzuhalten – aufstocken kann man dann immer noch.
Ein weiterer wichtiger Faktor ist, dass man einen Sport ausübt, der Spaß macht. Es bringt nichts, mit dem Laufen zu beginnen weil das im Freundeskreis gerade alle machen, man selbst aber gar keinen Spaß dran hat. Da ist es vorprogrammiert, dass man relativ schnell die Lust und Motivation verliert und wieder ins alte Muster zurückfällt. Es gibt so viele verschiedene Sportarten – einfach ein paar ausprobieren (oft hilft es auch, sich zu erinnern, was man als Kind gerne gemacht hat und da anzusetzen).

​3. ​Es gibt viele Fitnessvideos im Netz, worauf soll man achten, wenn man damit trainieren möchte?

​Wichtig ist, dass die Technik der gezeigten Übungen genau erklärt wird. Kniebeugen zB sind eine super Übung – allerdings nur, wenn man sie richtig macht. Falsch über einen längeren Zeitraum ausgeführt können sie zu Problemen beispielsweise mit den Kniegelenken führen. Weiters sollte auch nicht gleich mit Gewichten (Hanteln, Kettlebells usw) begonnen werden bevor eine Grundmuskulatur aufgebaut worden ist. Das heißt mit Körpergewichtsübungen beginnen und erst nach einem konstanten Training von ca. 6-8 Wochen mit Zusatzgewichten arbeiten.
Und – ein weiterer wichtiger Faktor: auf den Körper hören wann er genug hat. Es bringt nichts, super motiviert die zig Kniebeugen oder Crunches aus dem Video mitzumachen und sich danach tagelang vor Muskelkater nicht bewegen zu können. Auch das macht das dranbleiben für viele nicht gerade leichter.

​4. ​Wenn es stressig ist, man viel zu tun hat, passiert es leicht, dass man das Training ausfallen lässt. Hast du vielleicht ein paar Übungen, die man ​z​wischendurch machen kann, um an solchen Tagen nicht ganz auf sportliche Bewegung zu verzichten?

​Mein Favorit für Tage, an denen wenig Zeit für’s Training vorhanden ist sind Planks. Planks kann man auf alle möglichen Arten machen, statisch, dynamisch, einfachere oder schwierigere Varianten und sie sind ein tolles Training für den gesamten Körper Weiters gehören Kniebeugen zu meinen Lieblingsübungen. Für beides braucht man nicht mehr als eine Yoga-/Gymnastikmatte oder ein Handtuch und schon kann´s losgehen, egal ob zu Hause, auf Urlaub, Dienstreise oder irgendwo Outdoor. Da gibt´s praktisch keine Ausrede 😉

​5. ​Wenn man für die Bikini-Figur ein paar Kilos abnehmen möchte, reicht Sport alleine aus, oder muss man zusätzlich auf die Ernährung achten?

​Sport ist ein wichtiger Faktor für die Bikini-Figur, ohne bewusste und gesunde Ernährung geht´s jedoch nicht.
„You can’t out-exercise a bad diet“ – das heißt soviel wie: du kannst sporteln soviel du willst, wenn du nicht auf die Ernährung achtest werden sich keine Erfolge einstellen.
Das Gute ist, dass der Körper, wenn man regelmäßig Sport macht, automatisch mehr Lust auf Gesundes wie Obst und Gemüse hat und weniger Heißhunger auf Süßes.

​6. ​Hast du auch Ernährungstipps, die du uns mitgeben kannst?

Ein wichtiger Hebel sind die Getränke. Limonaden und Fruchtsäfte haben Unmengen an Kalorien. Besser wäre es, stattdessen Wasser zu trinken (eventuell mit etwas Zitronensaft, Gurkenscheiben etc. verfeinert falls Wasser pur als zu geschmacklos empfunden wird). Ungesüßter Tee ist auch eine gute Alternative. Wenn Fruchtsäfte getrunken werden, dann würde ich sie stark mit Wasser verdünnen.
Weiters, der Klassiker: viel Gemüse und Obst essen (das Obst jedoch in fester Form und nicht als Smoothies). Wie vorhin schon erwähnt hat der Körper bei regelmäßiger Bewegung im Normalfall ohnehin mehr Lust auf gesunde Nahrungsmittel. Statt zu Weißmehl würde ich zu Vollkornprodukten greifen da diese länger satt machen und auch auf Eiweiß sollte nicht vergessen werden.
Man sollte sich auch darüber klar werden, wieviel „Zwischensnacks“ man sich gönnt. Da können sich auch eine Menge Kalorien verstecken. Ein Ernährungstagebuch kann da einen guten Überblick verschaffen.
Die meisten fertigen Nahrungsmittel enthalten viel versteckten Zucker… Daher kann auch hier angesetzt werden indem vielleicht mehr selbst gekocht wird bzw beispielsweise statt Aufstrich zu kaufen selbst zb einen Topfenaufstrich mit Kräutern zu machen. Dazu frisches Gemüse und eine Scheibe Vollkornbrot und fertig ist eine gesunde Mahlzeit.

 

Ich hoffe, meine neue Kolumne interessiert euch und Ihr habt den ein oder anderen Tipp mitnehmen können.

Habt Themen, die euch interessieren, kennt Ihr tolle Frauen, die ich zum KitchenTalk einladen könnte, oder bist du an einer Plauderei mir mir interessiert? Ich freue mich über eure Meinung und über Tipps für neue Interview – Partnerinnen.

 

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